Willkommen beim Landesverband Mecklenburg-Vorpommern


Der Kinderschutzbund zur Protestbewegung Fridays for Future:

Freie Meinungsäußerung ist auch ein Recht der Kinder und Jugendlichen



Auch an diesem Freitag werden in zahlreichen Städten in Deutschland wieder tausende Kinder und Jugendliche auf die Straße gehen und sich für mehr Klimaschutz einsetzen. Fridays for Future ist inzwischen eine weltweite Bewegung einer Generation, die auf demokratische Art und Weise versucht, Gehör für ihre Interessen zu finden.

Der DKSB begrüßt es, wenn Kinder und Jugendliche demokratische Beteiligungsformen entwickeln und auf diesem Wege versuchen, ihre Interessen durchzusetzen.

Art. 8 Absatz 1 des Grundgesetzes garantiert das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, Art. 5 Abs. 1 die Meinungsfreiheit. Dies bedeutet, grundsätzlich dürfen auch Kinder und Jugendliche demonstrieren.

Es ist nun Aufgabe der Politik, die Interessenwahrnehmung der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen.



 




Kinderschutzbund feiert 65-jähriges Jubiläum

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) feiert 65. Geburtstag. Die älteste und größte deutsche Kinderschutzorganisation wurde am 16.11.1953 in Hamburg gegründet. Gefeiert wurde das Jubiläum mit einem prominent besetzten Fachtag in der Hansestadt. Bundesjustizministerin Dr. Katarina Barley und Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg, würdigten die jahrzehntelange Arbeit des Verbandes.

Zum Auftakt der Veranstaltung stimmte Bundesjustizministerin Barley die Gäste in ihrer Keynote auf das Thema Kinderrechte ein: „Es ist an der Zeit, Kinderrechte auch in unserer Verfassung besser sichtbar zu machen und im Grundgesetz zu verankern. Damit wollen wir deutlich machen, dass Kinder auch eigene Rechte haben und das Kindeswohl stets berücksichtigt werden muss.“

DKSB-Präsident Heinz Hilgers wurde von zahlreichen Wegbegleitern für seine 25-jährige Präsidentschaft und sein großes Engagement für Kinderrechte und gegen Kinderarmut gewürdigt. „65 Jahre Kinderschutzbund, in dieser Zeit haben wir einiges erreicht. Aber es gibt noch viel zu tun! Wir wollen in diesem Jahr erleben, dass die Kinderrechte in vollem Umfang ins Grundgesetz aufgenommen werden. Und wir werden weiterhin klar Position beziehen und uns aktiv einbringen, wenn es um wichtige gesellschaftspolitische Fragen geht.“

Dank an den Kinderschutzbund gab es auch vom Vorstandsvorsitzenden der HanseMerkur Versicherungsgruppe, mit deren Unterstützung der Fachtag veranstaltet wurde. „Der DKSB ist seit fast 30 Jahren ein verlässlicher Partner des HanseMerkur Preises für Kinderschutz. Unsere breite Kooperation ist eine Win-win-Situation, die der Hand in Hand-Leitidee unseres Unternehmens entspricht“, so Eberhard Sautter. Katarina Barley erklärte: „Der Deutsche Kinderschutzbund hat in den vergangenen 65 Jahren viel in der Gesellschaft bewegt und zur Verbesserung des Kinderschutzes maßgeblich beigetragen. Das stolze Jubiläum ist daher zu Recht ein Grund zum Feiern!

An einer anschließenden Diskussionsrunde zum Thema Kinderrechte ins Grundgesetz nahmen unter anderem Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion und Prof. Dr. Stefan Heilmann, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Frankfurt a. M., teil. Über Kinderarmut und die Wege, diese zu bekämpfen, debattierten unter anderem Dr. Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken, Dr. Ulrich Schneider vom Paritätischen Gesamtverband, die Aktivistin und alleinerziehende Mutter Fee Linke sowie die Autorin Julia Friedrichs.

Zu der Jubiläumsfeier waren Kinderschützer*innen aus ganz Deutschland sowie zahlreiche Vertreter*innen der Zivilgesellschaft angereist. Zum Abschluss gab es bei leckeren Kleinigkeiten Gelegenheit zum persönlichen Austausch und dazu, den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Im Kinderschutzbund mit seinen 16 Landes- und mehr als 400 Ortsverbänden engagieren sich rund 5000 hauptamtliche und etwa 17.000 ehrenamtliche Mitarbeiter für das Wohl aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland.





Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt SPD-Forderung
 nach einer Grundsicherung für Kinder


Das Bündnis Kindergrundsicherung, ein Zusammenschluss von Sozial-, Wohlfahrts-, Fachverbänden und Wissenschaftler*innen begrüßt die Ankündigung der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles, dass sich auch die SPD hinter das Konzept einer Kindergrundsicherung stellen wolle. Das Bündnis fordert die CDU auf, sich einem solchen Konzept für die konsequente Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland ebenfalls nicht weiter zu verschließen.

„Mit der SPD steht nach Grünen und LINKE nun schon die dritte Partei im Deutschen Bundestag hinter unserer Idee einer eigenständigen Kindergrundsicherung. Die Tatsache, dass die SPD auf die Kindergrundsicherung eingeht, zeigt, dass auch sie sich der Schwächen und Halbherzigkeiten des Starke-Familien-Gesetzes bewusst ist. Wir erwarten, dass die SPD dieses Konzept nun in die Koalition einbringt und sich auch die CDU konstruktiv damit auseinandersetzt“, erklärt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands und neuer Sprecher des Bündnisses Kindergrundsicherung.

„Die Bekämpfung von Kinderarmut kann nicht mehr warten, denn aus armen Kindern werden viel zu oft arme Jugendliche, dann arme Erwachsene und im Alter arme Rentner. Diesen Kreislauf müssen wir endlich durchbrechen“, so Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes und Bündnis-Koordinator. Aktuell leben rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Armut – umgerechnet jedes 5. Kind. „Wenn man die verdeckte Armut hinzurechnet, kommen wir sogar auf 4,4 Millionen arme Kinder, das ist bereits jedes dritte Kind. Deshalb reichen kleine Änderungen beim Kinderzuschlag und beim Bildungs- und Teilhabepaket nicht mehr aus. Wir brauchen dringend eine mutige, grundlegende Reform“, so Hilgers.

Das Bündnis fordert eine Kindergrundsicherung in Höhe des jeweils aktuellen Existenzminimums, die mit steigendem Haushaltseinkommen sozial gerecht abgeschmolzen wird.

Diese Kriterien sind für das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG unverzichtbar:

• Existenzminimum für alle Kinder sichern - das Nebeneinander unterschiedlich hoher kindlicher Existenzminima im Sozialrecht oder Steuerrecht muss beendet werden. Jedes Kind muss dem Staat gleich viel wert sein. Die neue Leistung sollte an ein realistisch berechnetes kindliches Existenzminimum gekoppelt sein, das neben dem sächlichen Bedarf auch Bildung und Teilhabe umfasst. Im Gegenzug schlägt das Bündnis vor, dass Kinderfreibeträge, Kindergeld, Sozialgeld und weitere pauschal bemessene Transfers in der neuen Leistung aufgehen.

• Sozial gerecht ausgestalten – die am stärksten von Armut betroffenen Gruppen müssen deutlich besser gestellt werden, etwa Alleinerziehende oder Familien mit mehreren Kindern. Die Kinder- und Familienförderung muss daher vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Starke Schultern können mehr tragen als Schwache, daher sinkt die Kindergrundsicherung mit steigendem Einkommen langsam ab. Wichtig ist dabei: Alle Familien profitieren, allerdings steigt der Förderbetrag für Kinder am unteren Einkommensrand deutlich an.

• Unbürokratisch und direkt auszahlen - die Kindergrundsicherung muss einfach, unbürokratisch und automatisch ausgezahlt werden, damit sie auch tatsächlich ankommt. Schnittstellen zwischen Leistungen müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Nicht-Inanspruchnahmen wie aktuell beim Kinderzuschlag von ca. 60-70 Prozent sind nicht hinnehmbar. Damit verbaut man Kindern die Chance auf einen guten Start ins Leben. Das Existenzminimum muss für jedes Kind gesichert sein.

Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG existiert seit 2009. Ihm gehören vierzehn Verbände und dreizehn Wissenschaftler*innen an (www.kinderarmut-hat-folgen.de).



  






Neues Angebot des Kinderschutzbundes:


Integrationsbausteine für Eltern mit

Zuwanderungsgeschichte

 

 

Das Elternbildungsprogramm Starke Eltern – Starke Kinder® des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) stärkt seit mehr als drei Jahrzehnten die Erziehungskompetenz und verschafft so auch den Kinderrechten in der Familie mehr Geltung. Nun bietet der Kinderschutzbund auch in Mecklenburg-Vorpommern erstmals sogenannte Integrationsbausteine für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte an. Gefördert wird das Projekt auch vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ein erster derartiger  Elternkurs startete jetzt Anfang  Februar 2018. Geleitet wird der Kurs von einer erfahrenen Elternkursleiterin, die dafür durch den Kinderschutzbund eine Zusatzqualifikation für die Integrationsbausteine erworben hat. Unterstützt wird die Kursleiterin durch eine weitere Assistenzkraft  und einen Dolmetscher. Um die Kinder der teilnehmenden Eltern kümmert sich während der Schulungen  das Team des Spielmobil FUNtruck des Kinderschutzbundes.

Die Integrationsbausteine, können aber auch  in Kooperation mit Einrichtungsträgern von Gemeinschaftsunterkünften und Kindertagesstätten durchgeführt werden.Wenn Kinder und Familien nach ihrer Flucht frühzeitig unterstützt werden, kann ihr Integrationsprozess leichter gelingen. Einen Beitrag dazu können die neuen Integrationsbausteine leisten.

 

Die Integrationsbausteine sollen Eltern über Hilfsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote informieren sowie Familien motivieren, diese wahrzunehmen und so die gesunde Entwicklung ihrer Kinder zu fördern. Damit können die Bausteine zum Beispiel eine Brücke in die frühkindliche Bildung in Kindertagesstätten bauen.Gleichzeitig ermöglicht das Angebot Begegnungen, regt zum Austausch an und trägt zur Entlastung im Alltag bei. Inhaltlich werden vor allem die Themen Herkunft und Identität, Kultur und Werte, Kommunikation und Sprache, Erziehungsverantwortung und Kinderrechte sowie Bildung und Gesundheit berücksichtigt. Was die Integrationsbausteine allerdings nicht können, sind Therapien, rechtliche Beratung oder Beistand ersetzen und die sozioökonomische Situation verändern.

 

 

 


FUNtruck unterwegs


Das Spielmobil "FUNtruck" ist nun seit Mitte 2016 in Betrieb und zieht seine Runden durch unser Bundesland. Mit unserem Angebot konnten wir in den zurückliegenden Jahren einige hundert geflüchtete Kinder, Jugendliche und ihre Familien erreichen. Das Angebot des Kinderschutzbundes richtete sich aber auch immer gleichzeitig an die bereits hier lebenden Menschen und schuf so eine Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens und gemeinsamen Erlebens. Der FUNtruck machte Station in Stern Buchholz bei Schwerin, in Wismar, in Neubrandenburg und in Rostock. Auch künftig werden wir weitere Einrichtungen und Wohnquartiere besuchen, so in Barth, Ludwigslust und an vielen weiteren Orten. Wir, das Team vom "FUNtruck", freuen uns auf die kommenden Besuche und Spielfeste, mit denen wir nicht nur den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern können.

 

 

Kinderschützer wählten neuen Landesvorstand

Auf der letzten Mitgliederversammlung wählten die Delegierten des Kinderschutzbundes jetzt in Schwerin einen neuen Landesvorstand. An der Spitze steht während der nächsten 3 Jahre weiterhin  Angelika Stiemer aus Rostock. Auch die meisten anderen Vorstandsmitglieder sind "alte Hasen", so Andrea Wehmer aus Rostock, Christiane Daubenmerkl aus Rugensee, Dieter Neumann und Klaus-Peter Glimm aus Greifswald sowie Wolfgang Block aus Schwerin. Einziger "Neuling" ist Helmut Lehmann, ebenfalls aus Rostock, der Dr. Hinrich Ballke ablöst. Dr. Ballke hatte nach 19 Jahren Mitarbeit im Landesvorstand aus Altersgründen nicht wieder kandidiert. Die Delegierten wählten den früheren Kinderarzt aus Greifswald aber zum Ehrenmitglied des Landesverbandes.

Von links: Andrea Wehmer, Dieter Neumann, Christiane Daubenmerkl, Helmut Lehmann, Angelika Stiemer, Wolfgang Block, Klaus-Peter Glimm

 


 


Spendenaktion " Hand in Hand für Norddeutschland"


Im Rahmen der Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ des NDR erhielt der Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes auch ein riesiges Holzschaukelpferd. Dieses Schaukelpferd übergab Landesgeschäftsführer Carsten Spies jetzt an die stellvertretende Vorsitzende des Schweriner Kinderschutzbundes Gabriele Jäger.


 




 Der "FUNtruck" zum 20- jährigen Jubiläum im " Haus der Begegnung" in Schwerin

Anlässlich einer Festwoche zum  20-jährigen Bestehen der Begegnungsstätte „ Haus der Begegnung“ in Schwerin, war das neue Spielmobil „FUNtruck“ des Kinderschutzbundes ein weiteres Mal im Einsatz und veranstaltete ein tolles Fest für die Kinder aus den dort lebenden Flüchtlingsfamilien und ihre deutschen Nachbarn.

Neben den vielen Spielaktionen gab es unter anderem noch eine Puppenspielerin, eine Hula Hoop Künstlerin und kreative Gesichtsbemalungen für die Kleinen. Unterstütz wurden die Spielmobilmitarbeiter dabei von zwei jungen Flüchtlingen aus dem Iran. Und weil so viel Spaß natürlich auch hungrig macht, gab es noch ein gesundes Essen vom Pädagogischen Mittagstisch und der Kinderküche aus Kiel, bei dem die Kinder fleißig mithalfen.